Liegt aber nicht an der Ineffizienz des Wasserstoffs sondern den Wundern der Wärmepumpe.
Es liegt an der Erzeugung des Wasserstoffs. Bevor ich Solarstrom zur Elektrolyse verwende, kann ich gleich mit dem Strom heizen.
Faktor 5 klingt nach Boden Wärmepumpe Gegner Brennwerttherme. Mit dem Wirkungsgrad der Wasserstofferzeugung hätte ich mit mehr gerechnet.
Was ich hier für die Debatte wichtig finde: Das wäre ja theoretisch kein Problem. Die Wärmepumpe braucht auf 100m² so 3000kWh Strom im Jahr. Die 5fache Summe sind 15000kWh. Je nach Standort kriegst du das mit so ~20kWp Solarleistung abgedeckt. Das ist nicht besonders viel. Dafür brauchst du Solarfläche von ca. 100m² - durchaus machbar auf einem normalen Dach und definitiv machbar irgendwo in der Freifläche.
Das Problem ist hier nicht, dass die Wasserstoffproduktion mehr Strom benötigt, sondern dass diese Produktion schlicht und einfach nicht gebaut wird. Die Diskussion um die Heizungen und alles andere würde anders laufen, wenn gerade massig irgendwo z.B. in den sonnigen Wüsten der Welt, wo es wirklich keinen stört, Solar mit Elektrolyse gebaut würde und wir in Zukunft mit größeren Mengen entsprechendem Wasserstoff rechnen könnten. Passiert aber nicht und wir wissen jetzt schon, dass in ein paar Jahren dann diese Regel gestrichen wird und weiter normales Erdgas genommen werden soll
Gasheizungen gehen mit Erdgas, nicht mit Wasserstoff.
Wir haben gar nicht genug Wasserstoff, um ihn einfach so zu verheizen. Und das wird auch noch sehr lange so sein.
Wir werden nie genug Wasserstoff haben um ihn zu verheizen. Den wenigen, den wir grün herstellen werden können, was wir derzeit noch nicht tun, brauchen wir dann für wichtigeres, z.B. Hochöfen und ggf. Flugverkehr. Die Vorstellung Wasserstoff zu verheizen ist genauso dumm wie die Vorstellung wir würden in 20 Jahren alle mit E-fuels tankenden Verbrennern herumfahren.😑
Alles Kasperletheater von Politikern und Medien, die genau wissen, dass es Blödsinn ist, aber es zum Schaden der Gesellschaft trotzdem verbreiten um den Fortschritt zugunsten der eigenen Auftraggeber aufzuhalten.
Es gibt tatsächlich Gasheizungen die mit beiden betrieben werden können.
Die sind natürlich bei weitem nicht so verbreitet wie Politik und Heizungsschwurbler sich das vorstellen. Niemand hat oder kauft so ein Ding, da niemand Wasserstoff zum verheizen hat.
Das sind diese "H2ready"-Heizungen, die da durch die Debatte geistern.
Weil es mit den Biofuels ja so toll funktioniert hat (die Wähler zu verarschen) probieren die SPD und CDU / CSU das jetzt noch mal für das Heizungsgesetz aus.
In 10 Jahren ist Deutschland ein teures Industriemuseum, das ständig bei der EU lobbyieren muss um die Wähler nicht finanziell mit Preissteigerungen für CO2 Zertifikate zu überfordern und damit die ganze EU zurück hält. Umweltgesetze werden dann nur noch durch Gerichte durchgesetzt. Ach ja, die Erdöl- und Erdgas exportierenden Länder haben uns weiter bei den Eiern. Und Autos und Wärmepumpen kauft man Made in China. Aber immerhin hat man der AfD die Themen weggenommen indem man sie im vorausschauendem Gehorsam einfach selbst so beschlossen hat.
In zehn Jahren? Jetzt schon.
Leise! Du machst den Schwurblern Angst!
Da wäre mir vor Schreck fast der Magnetmotor stehen geblieben! /s
Magnetmotor finde ich jetzt als Begriff mal gar nicht so falsch, viele EMotor Bauarten haben ja z.B. den Stator aus Permanentmagneten.
Ja der Begriff klingt besser als das was damit gemeint ist .___.
Ist letztlich eine Frage von Kosten und Möglichkeit. Wir überlegen gerade, ein Haus zu kaufen, in dem es noch Ölheizung gibt. Eine Umrüstung auf Wärmepumpe wäre mit immensen Kosten verbunden, die wir uns schlichtweg nicht leisten können. Also bleibt nur die Umrüstung auf Pellets, was ich auch nicht so toll finde, aber eben im Kompromiss erträglich. So wird es auch mit der Gasheizung nicht anders sein.
Hast du das ordentlich durchgerechnet? Wir hatten 2014 ein Haus gekauft, und eines mit Oel war auch eine Option. Ich hab das damals durchgerechnet, durch die massiven laufenden Kosten fuer Oel haette sich damals schon eine Umruestung auf Waermepumpe+Geothermie (keine Ahnung ob das der korrekte deutsche Begriff hier ist) schon im 6. Jahr gelohnt.
Wir hatten dann ein anderes Haus genommen weil wir nicht direkt nach Einzug renovieren wollten.
Geothermie (keine Ahnung ob das der korrekte deutsche Begriff hier ist)
Ist es :)
Ohne OPs Fall zu kennen: ich nehme an, es ging nicht um die Amortisierung der Wärmepumpe, sondern den Rattenschwanz an Modernisierungen, die dann nötig sind. I.e. es wäre einfach insgesamt dann zu teuer für OP gewesen.
Ich hatte natuerlich die Gesamtkosten angeschaut, nicht nur den direkten Waermepumpeneinbau. Gibt natuerlich Variationen je nach Haus, aber generell war schon damals so dass es nur Sinn macht ein Haus mit Oelheizung zu kaufen wenn man die direkt rausreisst. Ich denke jetzt, etwas ueber 10 Jahre spaeter, duerfte das noch deutlicher sein.
Ich gehe davon aus, dass Du ein informierter Mensch bist und ohne Deinen Fall konkret zu kennen habe ich von vielen.. äh.. qualitativ unterschiedlichen Energieberatern gehört, die die Bedarfe heftig falsch berechnen.
Aber ich glaube so richtig billig wird es in der deutschen Förderlandschaft tatsächlich nicht: die Firmen setzen mit der dünnen personal Decke ja auch eher die teueren Aufträge um.
Ähnlicher Case hier, macht mich aktuell kirre.
Alles, was man derzeit so in der Umgebung findet, läuft auf Öl. Die muss so oder so mittelfristig raus - aber für Pellets oder Wärmepumpe musst Du dann neue Heizkörper für geringe Vorlauftemperatur installieren... Die ergeben aber wenig Sinn, wenn das Haus schlecht isoliert ist, also rechne nochmal eine komplette Dämmung ein.
Wärmepumpe ohne PV ist auch nur bedingt gut, also rechne noch PV und Speicher drauf, aber das Dach ist schon uralt und kann ohne Modifikation u.U. keine PV tragen, also rechne noch ... usw usf
Und so kommt man Mal eben nochmal auf fast den Kaufpreis gefühlt
Auch bei alten schlecht isolierten Gebäude lohnt sich eine Wärmepumpe. Zu diesem Schluss ist die Folgende Studie gekommen. Aber eine Wärmepumpe muss man sich überhaupt erst einmal leisten können
Geiler Link, danke - hier der Abschlussbericht ams pdf:
Eine Umrüstung auf Wärmepumpe wäre mit immensen Kosten verbunden, die wir uns schlichtweg nicht leisten können.
Haste mal Dezentral Luft-Luft aka. Klimaanlagen, geprüft?
Ja. Ist ein sehr altes Haus und man müsste dann entweder die schönen Böden rausreißen und Fußbodenheizung verlegen oder aber die Heizung in die Wände integrieren, was ginge, aber insgesamt wäre eben alles sehr teuer. Du musst ja dann auch die alten Herz-Kreisläufe und Heizkörper entfernen usw.
Ist noch nicht vom Tisch das Thema, aber ich glaube, das wird finanziell leider nichts.
Ich bin verwirrt. Der Vorschlag war doch eine Luft-Luft-Wärmepumpe zu verwenden aka "Split-Klimaanlage". Das sind diese Dinger, die man oft aus dem Urlaub im Süden kennt, die innen und außen jeweils ein Wandgerät haben. Die kann man sowohl zum Kühlen und auch zum Heizen verwenden und die erzeugen sofort warme Luft. Da ist kein Wasser im Spiel, also auch keine Fußbodenheizung, Boden rausreißen o.ä. Du brauchst nur zwei kleine Kernbohrungen durch die Wand nach draußen.
Die Dinger sind im Heizbetrieb in der Regel mindestens genauso effizient wie eine klassische Wärmepumpe mit Fußbodenheizung, wesentlich billiger und auch DIY-freundlich, wenn du eine Anlage mit Kältemittel R290 nutzt (sonst braucht man offiziell einen Kälteschein für die Installation). In Deutschland ist das Heizen mit Split-Klimageräten kaum verbreitet, in Skandinavien aber zum Beispiel sehr, obwohl es dort ja teils noch deutlich kälter ist als hierzulande. Förderfähig sind sie übrigens auch.
Es gibt auch noch Fußleistenheizung, allerdings brauchen die meines Wissens höhere Vorlauftemperaturen.
Oh, echt? Spannend. Da würde mich mal interessieren, wie viel die leisten, die hätten ja echt kaum Fläche, worüber man Wärme abgeben kann.
Mehr weiß ich leider auch nicht, hab es selber bei mir schlussendlich anders gelöst. Vielleicht mal einen der Hersteller kontaktieren und sich deren Werte durchgeben lassen?
Das Grundübel ist, dass der Gesetzgeber hier überhaupt über Technologie fachsimpelt. Einfach CO2 Steuer rauf, gerne mit Ausschüttung über Klimageld, und die Leute kommen schon auf den Trichter.
Was eher passieren wird, ist dass in ein paar Jahren dann Wasserstoff subventioniert wird, um den ganzen armen Leuten zu helfen, die sich heute noch Gasheizungen kaufen und deren Heizkosten jetzt überraschend explodieren. Das hätte ja keiner kommen sehen können. Wenn man heute dafür sorgt, dass noch genug Gasheizungen eingebaut werden, wird in ein paar Jahren der politische Druck ganz automatisch hoch genug werden. Wenigstens die Gaslobby zeigt sich hier weitsichtig.
Ich kann dir nur empfehlen, mal in das alte Heizungsgesetz zu schauen. Da wird gerne behauptet, dass das "so kompliziert" sei, dass das "unverständlich" sei oder oder oder, aber am Ende ist das alles total sinnvoll:
so kompliziert

naja auf den ersten blick sieht das definitiv nach einer wall-of-text aus.
Das ist halt ein Gesetz, was umfangreich und deutschlandweit die Heizungslandschaft regeln soll. Diese Grundidee, dass alles in zwei Sätze oder ein TikTok-Video passen muss, ist halt grundfalsch. Das sind wenn du es mal in Word kopierst, 3 DIN A4-Seiten. Was halt völlig ok ist für eine komplexes Thema, das v.a. von Fachleuten bearbeitet wird. Da kannst du dann "Wall of Text" schreien, aber irgendwie ... braucht es halt manchmal Text.
Ich habe jetzt gerade leider nicht diese Grafik bei mir weil ich am Mobiltelefon bin und recherchen da immer so aufwändig sind ... aber ich erinnere mich gut an dieses Diagramm das sagt:
Vom weltweiten gesamten Energieverbrauch sind ca. 50% fossile Rohstoffe direkt + 50% Strom (meist ebenfalls fossile Rohstoffe). Genau genommen:
- 25% Kohle und Gas in der Schwerindustrie (Stahl, Zement, Düngemittel)
- 25% als Flüssigtreibstoff für Autos, Schiffe, Flugzeuge usw.
- 25% für Haushaltsstrom
- 25% für Gewerbestrom
Was ich damit sagen möchte ist, Leute konzentrieren sich nur auf einen vergleichsweise extrem kleinen Sektor und nageln sich dann darauf fest. Es braucht nicht eine gleichmäßige Energiewende in allen Sektoren gleichzeitig. Es ist z.B. völlig in Ordnung, erst mal nur den halben Stromsektor umzustellen, dann die Schwerindustrie umzustellen und sich danach um den Rest Gedanken zu machen.
Das wäre wahrsl. auch besser so denn ich denke, in der Schwerindustrie sind Erfolge viel rascher zu erzielen. Überlege: Um 25% des gesamten Energieverbrauchs zu begrünen, kannst du wahlweise 100 Unternehmenschefs von großen Unternehmen überzeugen oder stattdessen ca. 40 Millionen Auto-Besitzer in Deutschland. Was, denkst du, ist einfacher?
Die bittere Wahrheit ist, dass wir auf 0 kommen müssen. Global. Wir haben jetzt schon zu viel CO2 in der Atmosphäre und der Klimawandel kickt jetzt schon. Je mehr wir ausstoßen, desto schlimmer wird es. Wir müssen also die Industrie und die Heizungen und alles andere umschalten, sonst sind wir komplett gefickt. Und ich fürchte, dass wir spätestens dann jetzt mit der Trump-Regierung und all dem total gefickt sind und noch zu unseren Lebzeiten hart im Arsch sein werden.
Spricht von konkreten technologien und verweist noch auf ne DIN, die du warscheinlch nicht mal gratis bekommst. Warum so komplex, wenn man den Menschen das ganze über CO2 Steuer auf die Brennstoffe austreiben kann?
Über die Hälfte der Deutschen lebt zur Miete und den Vermieter interessiert es nicht, wie teuer die Betriebskosten sind. Da ist das einzige was zählt die Kosten für die Installation.
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