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this post was submitted on 07 Mar 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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MODERATORS
Sparen kann nur, wer nach Steuern, Sozialabgaben (u.a. für Rente), Miete und sonstigen Lebenshaltungskosten noch verfügbares Einkommen über hat.
Sparen entzieht dem wirtschaftlichen Kreislauf Geld. Es verringert den Konsum, damit die Binnennachfrage und ist eher schlecht für die Wirtschaft und kostet am Ende auch Arbeitsplätze.
Ob das Rentensystem wie jetzt über Umlagen funktioniert oder auf privater Vorsorge aufbaut, man muss dafür sorgen, dass die Leute Arbeit haben und ordentliche Reallöhne dabei rum kommen. Also das Gegenteil der letzten 40 Jahre konservativer Politik.
Ashboslut. Ich glaube, das wird oft vergessen. Wenn alle /r/finanzen machen würden, dann sähe es wirtschaftlich in Deutschland recht schnell sehr dunkel aus.
Und was mir absolut fehlt: Angenommen man möchte es einfacher machen, privat vorzusorgen, wie sieht dann der Übergang von reiner geseztlicher Vorsorge zu einer geteilten (oder was auch immer) Vorsorge aus? Wenn wir mehr privat vorsorgen müssen, aber gleichzeitig auf dem aktuellem Niveau eine immer größer werdende Menge an Rentern über die geseztliche Rente tragen müssen, dann wird die Binnennachfrage doch doppelt belastet? Oder steigen dann die Löhne aus dem Nichts 8).
Ich halte die Aussage "sollen früh damit beginnen fürs Alter zu sparen" auch nicht für die einzig wahre Weisheit.
Es ist auch richtig, dass man auch das nötige Einkommen benötigt um nach Steueren, Sozialabgaben und Kosten für Grundbedürftnisse etwas sparen zu können.
Sparen muss dem Wirtschaftskreislauf jedoch nicht zwingend das Geld entziehen. Es muss nur investiert werden. Eine Investition leider auch zu tragendes Risiko. Sofern man den Betrag nicht in bar unter der Matratze parkt, gefährdet es auch keine Arbeitsplätze.
Größere Probleme sehe ich beim Schutz der Rücklagen bei Schicksalsschlägen. Dann schmelzen diese Rücklagen schnell weg.
Im Artikel steht eine dynamisches Renteneintrittsalter über Beitragsjahre. Das ist doch schon mal ein Anfang für eine Mini-Rentenreform. Einwenig Inflation ohne Ausgleichserhöhung bei Pensionen und Renten wird bestehende Rentner an den Kosten beteiligen. Aus der Umlage komplett Aussteigen, wird nicht funktionieren und wäre über das gesamte Land hinweg auch nicht gerecht.
Stimmt theoretisch, praktisch ist das so ziemlich nie der Fall.
Im Gegensatz zur landläufigen Meinung, hat zB der Aktienmarkt so gut wie nichts mit Investitionen zu tun.
Wenn eine Firma nicht zufällig gerade eine Eigenkapitalerhöhung macht, sieht sie von dem Geld, das in Aktien(fonds) gesteckt wird, keinen Cent.
Auch Bankkredite werden nicht aus den Einlagen der Kunden finanziert, sondern aus Geldschöpfung per Gegenbuchung bei der EZB.
Direktkredite an Unternehmen oder Aktienkäufe bei Kapitalerhöhungen wären Möglichkeiten tatsächlich Investitionen zu finanzieren aber ich bezweifle, dass hier der Markt groß genug ist, dass ganze Generationen damit für ihre Rente sparen können.
Außerdem, wenn es zu wenig Konsum/ Nachfrage gibt, dann bauen Unternehmen Kapazitäten ab statt zu investieren, was die verfügbaren Investitionsmöglichkeiten noch weiter schrumpfen lässt.