Herrje, ich muss mich ja wirklich fragen, ob Redakteure sich beim Schreiben von diesem Begriffabfall nicht schämen. Die obskure "Offline-Sucht" kommt ja im Artikel wenigstens nicht mehr vor, aber "Analogue Living" macht es echt auch nicht besser. Dass rausgehen hier überhaupt zum Social-Media-Trend umgedichtet wird, ist dabei freilich kein Entkommen vom angeprangterten brain rot.
Dass rausgehen hier überhaupt zum Social-Media-Trend umgedichtet wird
Irgendwie muss ich jetzt an den Pokemon-Go-Wahnsinn in den 20-zehnern denken. Es war zeitweise gefährlich, verwirrend, sogar dystopisch. Wenn eine riesige Menschenmenge still mit Handy in der Hand um irgendeinen Ort herumsteht, wie eine Black-Mirror-Folge. Und sehr viele Mütter die sagten "wenigstens geht er jetzt mal raus um Video zu spielen" und komplett die Privatesphärenverletzung bzw. Datenausbeutung ausblendeten...
Ich finde es total faszinierend, wie dieser Artikel aufgebaut ist. Vor allen Dingen, weil er ja eigentlich gar keinen wirklichen Trend beschreibt, sondern nur wie ein angeblicher Analogtrend von ein paar wilden Selbstdarstellern auf Social Media dargestellt wird. Was ja wirklich genau das Gegenteil von dem ist, was der Trend eigentlich darstellen soll.Ich bin jetzt aber auch wirklich nicht klüger, ob wirklich mehr Leute sich mit Offline-Tätigkeiten beschäftigen.
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