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submitted 3 days ago* (last edited 3 days ago) by MyCatIsDumb@lemmy.world to c/dach@feddit.org

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»Beweg jetzt deinen geilen Arsch raus, ich will dich endlich ficken!«

»Ficken Sie, solange der Schwanz hart ist«

»Wie fühlt es sich eigentlich an, zu wissen, dass dich jeder hier vergewaltigen könnte? Rauskommen würde ja eh nichts, sagt ja keiner was.«

»Mal so theoretisch: Wenn du an der Front fallen würdest, fändest du es arg schlimm, wenn wir alle über deine Leiche mal drüberrutschen würden, solange sie noch warm ist? Ich mein, dann hast du wenigstens eine gute Sache für die Kompanie getan.«

So hieß es in der Eingabe einer Soldatin, es sei offenbar gang und gäbe, dass Mannschaftssoldaten beim Betreten einer Stube »Sierra« riefen – und der Rest dann »Hotel!« zurückbrülle. Sierra und Hotel sind Buchstaben aus dem Nato-Alphabet, sie stehen für S und H. Jeder habe gewusst, heißt es in der Eingabe, dass damit »Sieg Heil!« gemeint gewesen sei. In einem anderen Zug, so ist es in einer weiteren Eingabe zu lesen, sei der Hitlergruß die »gängige Begrüßung« beim Betreten einer Stube gewesen. Ein Hauptgefreiter soll ausländerfeindliche Sticker verteilt haben. Ein anderer, heißt es in einer Eingabe, habe Kameraden mit »du Jude« angesprochen oder als »Judensau«.

all 30 comments
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[-] kossa@feddit.org 5 points 1 day ago

Viel "Just one more Wehrpflicht will fix it, Bro. Trust me, Bro" Energie hier.

Die ganzen Wehrpflichtigen in den Armeen dieser Welt haben die Kultur der jeweiligen Armeen auch immer so gut gefixt. Die israelische Armee z.B., vorbildliches Verhalten durch die ganzen Wehrpflichtigen. Unvergessen auch die unbefleckte Wehrmacht, deren Wehrpflichtige für das ritterliche Verhalten gesorgt haben, für das Deutschland so bewundert wurde. Oder Wehrpflichtige in der russischen Armee, die sich gegen die ganzen illegalen Befehle erfolgreich zur Wehr setzen 🤡

[-] cjk@discuss.tchncs.de 1 points 1 day ago

Ja, das hab ich auch direkt gedacht. Als habe es diese Probleme nicht auch schon vor Abschaffung der Wehrpflicht gegeben… von Folterskandalen (Coesfeld, anyone?) bis über rechtsextreme Skandale war doch alles dabei. Ich selber habe miterlebt, wie sowohl Ausbilder als auch GWDLer recht offen ihr rechtsradikales Weltbild in der Kaserne gelebt haben. Wenn man bei uns über den Flur lief, gab es z.B. überall rechte Musik (Onkelz und sowas, sehr beliebt war etwa „Er ist ein M*hr und muss verschwinden“).

Dass eine allgemeine Wehrplficht hier irgendwas helfen würde, ist eine höchst naive Vorstellung.

[-] cows_are_underrated@feddit.org 46 points 3 days ago

Wie geht das denn? Ein Verein der Leute anzieht, die Bock auf Krieg und "KÄMPFEN FÜR DAS VATERLAND" haben beinhaltet und fördert Rechtsextremismus? Das ist aber komisch.

[-] Ooops@feddit.org 47 points 3 days ago

Wie geht das denn? Eine Gesellschaft, die der Verteidigung des Heimatlandes nur Geringschätzung entgegenbringt und jungen Erwachsenen nichts bietet, dass es wert ist, verteidigt zu werden, sorgt dafür, dass nur rechtsextremer Abschaum und kriegsgeile Idioten den Job machen wollen? Das ist aber komisch.

[-] cows_are_underrated@feddit.org 10 points 3 days ago

Ein selbsterhaltender Kreis.

[-] gajustempus@feddit.org 3 points 3 days ago

Und so lange alle dieses Spielchen weiterspielen, wird sich gewiss nichts ändern...

[-] germanatlas 9 points 3 days ago* (last edited 3 days ago)

Wenn Soldaten (und Polizei) nicht in 99% der Fälle den imperialistischen Status Quo durchsetzen, auf Menschen- und Völkerrechte scheißen und tatsächlich bloß der Verteidigung des Heimatlandes dienen würden, dann gäbe es vielleicht ja auch keine Geringschätzung.

Diese gesellschaftlichen Ressentiments gegen die "Verteidiger des Heimatlandes" gibt es doch nur, weil Hetze, Einschüchterung, Vergewaltigung etc. seit jeher zum M.O. von jedem Militär der Weltgeschichte gehörten, nicht umgekehrt.

[-] Ooops@feddit.org 8 points 2 days ago* (last edited 2 days ago)

Nö, die Geringschätzung hat sich bereits zu Zeiten des allgemeinen Wehrdienstes auf Wehrdienstleistende erstreckt.

Nein, keine Leute, die "den imperialistischen Status Quo durchsetzten", sondern solche, die einfach nur 1 Jahr ihres Lebens +/- lang Grundkenntnisse für den Verteidigungsfall erlernt und hauptsächlich Gerät für den Ernstsfall einsatzbereit gehalten haben. Mit kleinen Ausflügen im Rahmen der Amtshilfe im zivilen Bereich... aber ich denke, die Kühe, die wir vor Hochwasser gerettet haben, konnten uns unsere imperialistische Anmassung verzeihen.

Und dabei kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass wir sehr wohl wussten, wer der rechte Spinner unseres Quartals von ca. 80 Leuten war und wie beliebt der war. Ebenso welcher Langzeit-HG als Berufsoldat in der Kompanie so drauf war und auf Grund ähnlicher Beliebtheit (aber aus Gründen der Disziplin haben sich die Vorgesetzen bemüht, das Augenrollen vor uns Wehrdienstleistenden zu verbergen) einfach seine Zeit in mit bedeutungslosen Beschäftigungen absaß.

Also Nein. Das ist kein Henne/Ei Problem. Die deutsche Bevölkerung und Politik hat dieses Problem geschaffen. Und das erst in den letzten Jahrzehnten. Vorher wurden die rechten Spinner lediglich augenrollend geduldet, solange sie sich zumindest augenschienlich zurückhielten. Inzwischen schmeißen die mangels Interesse andere Leute teilweise den Laden.

das argument vong genosse ist aber daß "Ernstfall" auch nur ein (schlechter) euphemismus für imperialistischen krieg ist.

daß der chauvinismus erst in den letzten jahrzehnten beim kommiß blüht, ist ja wohl wieder so ein geschichtsvergessener scherz.

[-] Ooops@feddit.org 1 points 1 day ago

Ja, wenn man Chauvinismus direkt mit Hitlergruss, Antisemitismus und Vergewaltigungsdrohungen gleichsetzt, mag das so wirken. Wo köönte da bloß der Fehler liegen?

na dann erklär mal deinen guten chauvinismus! und wie der andere nur ganz zufällig konstitutionell für die nationalsozialistische und mysogine ideologie ist.

[-] Ooops@feddit.org 1 points 1 day ago

Nee, ich erkläre Dinge nur für Menschen, die an Erklärungen interessiert sind. Meine Zeit ist mir zu kostbar, um weiter als stumpfer Stichwortgeber für deine vorgefertigten ideologischen Auswüchse zu dienen.

[-] FlowerFan@piefed.blahaj.zone 8 points 3 days ago

Ist fast so, als ob die Wehrpflicht die Armee demokratisiert habe und deren Abschaffung ein Fehler war.

[-] trollercoaster@sh.itjust.works 9 points 3 days ago

Tja, das ist halt das Problem, wenn da niemand mehr hin muss, der Krieg nicht geil findet.

[-] poVoq@slrpnk.net 9 points 3 days ago

Komisch das das THW bei weitem nicht so Probleme hat freiwillige Nicht-Rechtsextreme zu finden, denn da geht es auch um Krieg und Verteidigung (Zivilschutz)... nur halt selten um "Verteidigung am Hindukutsch" und die Führungsstruktur ist weniger von Nazis durchsetzt.

[-] kossa@feddit.org 5 points 3 days ago

Dafür kann man aber beim THW auch nicht seinen Penis neben Skeletten fotografieren.

[-] trollercoaster@sh.itjust.works 6 points 3 days ago* (last edited 3 days ago)

Aber sehr makaberer Humor, der auf Außenstehende abstoßend wirkt, ist auch in Zivilschutzorganisationen verbreitet. Denn das ist ein recht guter Mechanismus, um die traumatisierenden Dinge, die man da evtl. sehen muss, zu verarbeiten.

[-] trollercoaster@sh.itjust.works 2 points 3 days ago* (last edited 2 days ago)

Das ist was ganz Anderes. Der "freiwillige" Militärdienst ist ein Vollzeitjob mit in der Regel sehr langen Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen für nicht unbedingt attraktive Gehälter und ohne große Perspektiven für spätere zivile Berufsausübung. Der freiwillige Dienst beim THW (oder anderen Zivilschutzorganisationen) ist ehrenamtlich, man macht das also neben seinem ganz normalen Leben. Dazu hat Zivilschutz nur insofern mit Krieg zu tun, dass der halt auch zum Einsatz kommt, wenn ein Krieg entsprechende Schadenslagen erzeugt. Hauptsächlich ist das ganz normaler Katastrophenschutz und reguläre nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr. Dienst an der Waffe und in letzter Konsequenz auch den tödliche Einsatz dieser Waffe gibt es halt nur beim Militär.

Dass solcher Müll wie "Verteidigung" am Hindukusch natürlich Leute abschreckt, die durchaus bereit wären, das für tatsächliche Verteidigung zu tun, ist klar. Dass auch von Nazis durchsetzte Führungsstrukturen abschreckend wirken ist auch klar. Aber gerade das wird nicht besser, wenn nur noch Nazis dahin gehen, denn dann kochen die Nazis im eigenen Saft und niemand hat den Arsch in der Hose, die zu melden, wie das in den Fällen aus dem Artikel zum Glück doch noch passiert ist.

[-] poVoq@slrpnk.net 1 points 3 days ago* (last edited 3 days ago)

Also, ich denke Zwangswehrdienst würde da auch nicht so den großen Unterschied machen. Da gibt es dann trotzdem noch eine Selbstselektion zu mindestens solange es Zivildienst gibt oder eben wie damals auch das THW als alternative zum Wehrdienst ohne Verweigerung. Und die Paar gruppenzwangresistenten die sich trotzdem zur BW verirren werden dann von den bereits vorhanden Nazis in höheren Positionen schikaniert und rausgeekelt. Vielleicht halten die sich dann vor Wehrdienstleistenden etwas zurück mit den ganz krassen Sprüchen aber das war es dann auch. Jedenfalls war die BW zu Zeiten des Wehrdienstes wirklich nicht besser.

Ich denke die BW braucht eine grundlegende Reform. Weg von der Interventionsarmee, keine Option das als Karriere zu machen, mehr ehrenamtliche Reservisten, reine Verteidigungsauslegung. Ehr so wie in der Schweiz. Dann kann es meinetwegen auch wieder Wehrdienst geben und die Leute bleiben dann vermutlich auch lieber da.

[-] trollercoaster@sh.itjust.works 1 points 2 days ago

Ich denke die BW braucht eine grundlegende Reform. Weg von der Interventionsarmee, keine Option das als Karriere zu machen, mehr ehrenamtliche Reservisten, reine Verteidigungsauslegung. Ehr so wie in der Schweiz. Dann kann es meinetwegen auch wieder Wehrdienst geben und die Leute bleiben dann vermutlich auch lieber da.

Das steht außer Frage. Optimal wäre es, den Laden zugunsten eines gemeinsamen EU-Militärs ganz abzuschaffen, allerdings fehlt für so tiefgreifende Änderungen aktuell die Zeit. Aber die krassen Nazis rausschmeißen ist eigentlich das Mindeste, was man machen muss.

[-] sp3ctre@feddit.org 27 points 3 days ago

Das ist einfach unterirdisch.

Am Ende sind das halt auch die Leute, die im Endeffekt unser Land verteidigen sollen. Kann man sich ausmalen, was dann passieren könnte und wer dafür wahrscheinlich keine Konsequenzen spüren wird.

[-] baleanar@discuss.tchncs.de 7 points 2 days ago* (last edited 2 days ago)

Kriegsverbrechen: vorprogrammiert

Union: ignoriert

[-] geizeskrank@feddit.org 1 points 2 days ago

Was soll die Union denn da ignorieren, oder anders gefragt, in welcher Art und Weise soll sie handeln?

[-] baleanar@discuss.tchncs.de 1 points 1 day ago

Das ist doch seit langem bekannt wie die drauf sind im Bund. Die Union war lange am Ruder und hat gefühlt gar nichts gemacht.

Wie soll die Union handeln? Deutschland verteidigungswürdig machen. Menschen müssen sich freuen in Deutschland zu wohnen und dessen Verteidigung aus Überzeugung machen wollen. "Ich setze mich für mein Land ein weil ich glücklich bin und dieses Glück verteidigungswürdig finde". Es sollte nicht "Das ist mein Land und keiner soll reinkommen weil es voll ist" Leute anziehen. Komplett falscher Anreiz.

Wenn sich Minderheiten freiwillig zum Dienst melden weil sie das Land lieben, darauf kann man stolz sein. Die Union grenzt sie aber aus (Stadtbild und so).

[-] luciferofastora@feddit.org 2 points 2 days ago

Eine öffentliche Aussage im Sinne "finden wir beschissen und gehört dringend korrigiert" wäre ein Anfang. Plausible Vorschläge, wie man die Kultur dort geraderücken kann wäre noch besser. Tatsächlich Maßnahmen einleiten wäre am besten.

Wie die Maßnahmen aussehen könnten, weiß ich nicht. Ich war nie beim Bund und kann die Mentalitäten nicht einschätzen, ich hab nie Soziologie studiert und ich hab Berater zur Verfügung, die da einen Aktionsplan ausarbeiten könnten.

Ich bin aber auch kein gewählter Amtsträger, der mit dem Mandat und der Verantwortung bekleidet wurde, die Würde des Menschen zu wahren, die Freiheitliche Demokratische Grundordnung zu erhalten und Gesetze durchzusetzen.

Zwischen Militär und Zivilbevölkerung besteht eine fundamentale Kluft, die so auch nicht abzuschaffen ist. Gerade deswegen ist es wichtig, hier eine Beziehung zu schaffen, die sicherstellt, dass das Militär dem Volk dient und die Grundwerte der Verfassung teilt und wahrt, die sie verteidigen sollen. Ich kenn den deutschen Begriff nicht, aber im Englischen heißt das "Civil-Military Relationship" und ist ein lange etabliertes Thema.

Das akute Problem ist, dass diese Beziehung schwankt, insbesondere wenn diese Grundwerte ja nicht mal bei der Zivilbevölkerung durchgesetzt werden. Wenn die Union mit Hitlergruß, schlecht verkappten Nazi-Slogans und sexuellen Übergriffen kein Problem hat, wird sie nichts unternehmen, und das ist letztlich der Punkt des Kommentars.

[-] RoflmasterBigPimp@feddit.org 3 points 2 days ago

Wieder richtiges Qualitätspersonal im Bund.🪢🌳🪑

[-] made3@sh.itjust.works 10 points 3 days ago

Na was für ein tolles Arbeitsklima, wer bekommt bei solchen Nachrichten nicht Lust bei der Bundeswehr anzufangen?

Eigentlich ist das Losverfahren tatsächlich das sinnvollste, dass von allen Typen jemand vertreten ist. So sind halt wirklich nur die Vollidioten bei der Bundeswehr.

[-] GenosseFlosse@feddit.org 13 points 3 days ago

Leute die gerne mit Waffen und Panzern schießen würden sind halt genau die, die man dafür NICHT einstellen sollte.

this post was submitted on 08 Jan 2026
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