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this post was submitted on 11 Aug 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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MODERATORS
Ich weiiiiiß ja nicht...
Aber so eine Gesinnung kommt ja nicht aus dem Nichts, die Pseudonyme seiner Accounts sind schon Jahre alt und die Aussagen die er getätigt hat sind derart krass, dass man mMn. nicht davon ausgehen kann, dass der Mann erst kürzlich angefangen hat sich zu radikalisieren.
Ich meine: Gut dass da Leistung nicht über Gesinnung gestellt wird, aber dass seine Vorgesetzten dem Mann lange Zeit eine demokratische Verankerung bescheinigen macht mich schon stutzig.
Mit Sicherheit war die Gesinnung schon länger vorhanden, was aber nicht bedeutet, dass diese seinen Kameraden oder der BW als Organisation bekannt waren. Ich versuche mich mal ein wenig in Kaffeesatzleserei und vermute, dass er im Dienst eher die Maske des verfassungstreuen Soldaten aufrecht gehalten hat und erst mit steigendem Prestige und im Rahmen des im größer werdenden Rechtsrucks in der Bevölkerung einfach dachte er könne sich jetzt mehr erlauben.
Und das das ganze offiziell erst in Litauen auffällt, wo es vermutlich schwieriger war das ganze zu vertuschen hat ebenfalls ein Geschmäckle.
Man könnte das tatsächlich als einen Vorteil der Wehrpflicht sehen:
Du hast haufenweise junge Leute in der Armee die eh schon keinen Bock haben dort zu sein und definitiv keine Karriere anstreben... die würden schon dafür sorgen, dass solche Dinge deutlich schneller auffallen und korrigiert würden. Eben der Vorteil des "Staatsbürgers in Uniform".
So die Idee. Aber halt auch merkwürdige Herangehensweise
"wir bekommen das Problem mit Rechtsradikalen in unserer Armee nicht in den Griff, deshalb zwangsverpflichten wir jetzt 18jährige Laien, die da mal ein Auge drauf haben sollten!"
Ähm, weißichjanich...
Ja, genau so.
Ersten würde eine größere Menge Wehrpflichtiger den Korpsgeist deutlich "verdünnen", und dann ist es tatsächlich so, dass jemand der weiß, dass nur kurze Zeit bei der BW ist eher geneigt seien wird Missstände aufzudecken als jemand der dort Karriere machen will.
Ich habe persönliche Erfahrung damit. In der Spezialgrundausbildung hat ein angehender Zeitsoldat einen Wehrpflichtigen auf Übung antisemitisch beleidigt.
Das habe ich gemeldet. Von den 8 Zeugen war nur einer bereit mit auszusagen (von 6 Wehrpflichtigen). Der Zugführer wollte erst nichts unternehmen. Ich habe ihm gedroht damit zur Kompanieführung und ggf. zur Bataillonsführung zu gehen. Erst dann hat er das aufgenommen und weitergemeldet. Und war sich noch die ganze Zeit sicher, dass wir uns verhört haben.
Was meinst du, wie so die Quote sein wird, von Leuten, die sich das trauen und durchziehen? Ich habe das damals durchgezogen, weil ich eh ein Querulant bin, schockiert war von der Bundeswehr und schon damals wusste, dass das die Leute sind, die mich ggf. eines Tages für meine Meinung erschießen. Aber niemand, den ich sonst kenne und dem ich das zugetraut hätte, ist überhaupt zur Bundeswehr gegangen.
Der andere Wehrpflichtige, der überhaupt mitgemeldet hat, hätte das auch nicht alleine gemacht. Und ich hätte es auch nicht alleine gemacht, v.a. nicht, wenn der Hauptfeldwebel dann bei nur einer Aussage erst recht einen auf "du hast dich verhört, sagen auch alle anderen".
Funnily enough war das sogar dann die Verteidigung des Täters im Gerichtsprozess 😅. Er hätte "Ludensau" gesagt, ja ne, is' klar.
Das ist so ziemlich der einzige Vorteil, aber Wehrdienstleistende werden auch vorsortiert und ich fürchte in der Summe führt das ehr dazu das viele naive junge Männer mit rechsradikalem Gedankengut indoktriniert werden.