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[-] Ooops@feddit.org 2 points 2 days ago

Und die Abdeckung mit Ladesäulen ist wirklich richtig gut in Deutschland.

Nicht wirklich. Die Ladesäulen sind aureichend verteilt, solange nur eine kleine Minderheit welche sucht. Die Abdeckung hingegen ist einfach nur traurig und nicht im geringsten geeignet für eine tatsächliche Verkehrswende. Ich hab hier mitten im Ruhrgebiet ganze 4 Ladepunkte im Umkreis von fußläufig ca. 20 Minuten. In einer Gegend mit tausenden von Autos und praktisch keinem Wohneigentum. Wenn ich zwar nicht die Leute kenne, aber das Dutzend eAutos in der Umgebung, weil die halt immer an selben Stellen stehen, läuft etwas schief.

[-] JensSpahnpasta@feddit.org 2 points 1 day ago

Bei so 5km/h Gehgeschwindigkeit hast du also 4 Ladepunkte in 1,6km Umkreis und findest das zu wenig?

[-] Ooops@feddit.org 1 points 1 day ago* (last edited 1 day ago)

Möchtest du mir erzähen, dass "Ich geh mal schauen, ob die Ladesäule frei ist" (weil so zuverlässig sind die Apps leider nicht), Auto abstellen, 20 Minuten Spaziergang nach Hause und Stunden später nochmal das selbe der Normalzustand und keine Zumutung ist? Oder dass das bei vielen hunderten Autos in diesem Umkreis kein Grund ist, eben kein eAuto zu kaufen, es sei denn man hat ein Eigenheim oder einen Arbeitgeberparkplatz mit Lademöglichkeit?

Und das Problem setzt sich ja von dort fort. Niemand in der Gegend kauft auf Grund magelnder Lademöglichkeiten eAutos und -Überraschung- so finden sich dann hier auch die Supermarktparkplätze und die Tankstellen ohne Lader...

Alle jammern über Reichweite. Aber das ist völliger Blödsinn. Ich schaffe mit einem eAuto bei etwas Streckenplanung und kürzeren Pausen, die ich eh machen würde, alle größeren Strecken, die ich so fahre. Aber im Alltag funktioniert es so halt nicht.

Leuten immer die geringen Kosten und Bequemlichkeit von eAutos vorbeten, aber dann davon ausgehen, dass es doch völlig okay ist, weite Wege bis zu Schnellladern (mit den entsprechenden Preisen) zurücklegen zu müssen, ist einfach Augenwischerei. Wir haben in Deutschland einen massiven Mangel an Wohneigentum. Wenn im Gegenzug nicht die sprechende öffentliche Infrastruktur geschaffen wird, kann das nicht funktionieren. (Das ist dann auch ein Trick in der deutschen Diskussion: Es wird immer auf Basis der dummen Rechweitendiskussion gezeigt, dass wir doch ausreichend Lademöglichkeiten hätten, um überall hinzukommen. Aber darum geht es gar nicht. Die haben wir in der Tat. Die Möglichkeiten im Alltag nebenbei zu Laden sind es, die fehlen. Schnelllader sind nicht die Lösung - das wäre planerisch auch völliger Wahnsinn.)

Und genau darum geht es ja: Nichts für den Umstieg auf eMobilität tun und dann ein bißchen rumheulen, dass "der dumme Deutsche das Problem ist und ja nicht will" hat hier offenbar Tradition. Um das mal in Relation zu setzen... z.B. unsere niederländischen Nachbarn (weil das sind die, an denen ich am nächsten dran bin) haben (Stand 2025) knapp 200000 einfache, meist Straßenladepunkte auf ca. 500000 angemeldete eAutos. Dazu kommen dann die dedizierten Schnelllader etc. Aber die bauen halt auch seit knapp 10 Jahren an der Infrastruktur, weil jeder ein Recht auf Lademöglichkeiten gesetzlich garantiert hat, und "hier gibt es gerade zuwenig Ladepunkte, aber ich möchte mir ein eAuto kaufen" reicht, damit dir zeitnah eine vor die Tür gesetzt wird.

[-] HaraldvonBlauzahn@feddit.org 1 points 1 day ago

Möchtest du mir erzähen, dass “Ich geh mal schauen, ob die Ladesäule frei ist” (weil so zuverlässig sind die Apps leider nicht), Auto abstellen, 20 Minuten Spaziergang nach Hause und Stunden später nochmal das selbe der Normalzustand und keine Zumutung ist?

Nee, das ist keine Zumutung.

40 Minuten zu Fuss gehen am Tag ist vielmehr eher so das Minimum an Bewegung, was ein Mensch braucht, um überhaupt gesund zu bleiben.

[-] Ooops@feddit.org 1 points 18 hours ago

Tja, nur gibt es halt auch Leute, die nicht, wie du scheinbar, den ganzen Tag bewegungslos auf einem Bürostuhl hocken. Und die kommen abends gern auch entsprechend geschafft nach Hause und haben vielleicht bessere Ideen, als 'ne Stunde ihrer Freizeit an die Logistik des Autoladens zu verschwenden.

[-] PreppaWuzz@discuss.tchncs.de 1 points 1 day ago

"Ich geh mal schauen, ob die Ladesäule frei ist" (weil so zuverlässig sind die Apps leider nicht),

Doch, sind sie. Es ist immer noch möglich, dass jemand anderes zwischen dem Schauen und dem Hinfahren dazwischenkommt, aber der Normalfall ist das nicht, zumal die meisten Ladestellen mehr als einen Ladepunkt haben. Wenn es Probleme gibt, dann liegt das meist nicht an den Apps, sondern an den Daten der Säule und dann sollte man mal den Säulenbetreiber anschreiben. Der hat ja Interesse, dass die Säule auch angefahren wird.

Schnelllader sind nicht die Lösung - das wäre planerisch auch völliger Wahnsinn

Schnelllader sind genau die Lösung. Am Supermarkt müssen es auch nicht die 400kW Hypercharger sein, die gehören an die Autobahn-Raststätten. Am Supermarkt tun es 50-100kW, und genau das machen Aldi, Lidl&Co. Lidl hat inzwischen fast flächendeckend 60kW, Aldi 50-150kW (dafür meiner Beobachtung nach nur einfaches, statisches Lastmanagement).

Ich kann dann in den 30-60 Minuten für den Wocheneinkauf das Auto fast bis ganz aufladen.

Unnötiger Wahnsinn sind AC-Säulen, die dann wegen schlechter Erreichbarkeit zusammen mit der langen Ladezeit, Blockiergebühren und schlimmstenfalls mieser Tarifverfügbarkeit über den roaming-faulen, lokalen Versorger nicht sinnvoll nutzbar sind. Das sind nämlich genau die Punkte, die Dich gerade vom E-Auto abhalten und mich davon, an AC-Säulen zu laden, selbst wenn welche verfügbar sind. Der Ablauf an der DC-Säule passt viel besser zu alltäglichen Abläufen, und die Preise machen kaum einen Unterschied, Anbieter wie EnBW bieten sowieso schon keine unterschiedlichen Preise mehr für AC und DC an.

Um das mal in Relation zu setzen... z.B. unsere niederländischen Nachbarn (weil das sind die, an denen ich am nächsten dran bin) haben (Stand 2025) knapp 200000 einfache, meist Straßenladepunkte auf ca. 500000 angemeldete eAutos

DE hat Stand 07/26 155.264 AC und 54.341 DC Ladepunkte.

(Quelle: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/E-Mobilitaet/Ladesaeulenkarte/start.html )

Ja, NL ist besser ausgestattet als DE, das kann ich aus eigener Erfahrung dort sagen, aber DE ist nicht schlecht ausgestattet und ich habe in jetzt bald 6 Jahren BEV noch nie ein Problem gehabt, eine Lademöglichkeit zu finden.

[-] Ooops@feddit.org 1 points 1 day ago* (last edited 1 day ago)

Es ist immer noch möglich, dass jemand anderes zwischen dem Schauen und dem Hinfahren dazwischenkommt, aber der Normalfall ist das nicht

Doch, das ist der Normalfall bei nur 4 Ladepunkten im Umkraus diverser Kilometer, sobald auch nur einige dutzend eAutos gleichzeitig von der Arbeit zurückkommen und auch nur ein Bruchteil davon gerade geladen werden möchte. Dass die 4 Punkte laut App eh dauerhaft besetzt sind, kommt dann noch dazu und löst ja mein Problem auch nicht.

Ich kann dann in den 30-60 Minuten für den Wocheneinkauf das Auto fast bis ganz aufladen.

Schön für dich. Ich hab im Umkreis von 3x Lidl, 3x Aldi, 2x Edeka, 1x Penny, 3x Rewe (und garantiert noch irgednwas vergessen) 0 -in Worten: Null- Ladepunkte.

DE hat Stand 07/26 155.264 AC

Also reden wir vom Vergleich Zweihunderstausend Ladepunkte bei Fünfhundertausend Autos zu Hundertfünzigtausend Ladepunkten bei 2 Millionen Autos. Oder auch Quoten von 1zu2,5 und 1zu13...

Das sind mehr als 5 mal so viele pro Auto. Eigenheimquote mit der Lademöglichkeit daheim kommt dann noch dazu.

Und trotzdem fällst du brav in den typisch deutschen Chor ein, dass das ja alles kein Problem ist. Und ohne Problem braucht man auch keine Lösung. Perfekt! Es kann alles bleiben, wie es ist.

[-] PreppaWuzz@discuss.tchncs.de 2 points 1 day ago

Und trotzdem fällst du brav in den typisch deutschen Chor ein, dass das ja alles kein Problem ist. Und ohne Problem braucht man auch keine Lösung. Perfekt! Es kann alles bleiben, wie es ist.

Du siehst hier ein nationales Problem, wo es ein lokales ist. In Deiner Gegend gibt es nicht ausreichend Lademöglichkeiten, im Großteil des Landes gibt es die aber.

Ja, das ist blöd, aber man kann beim lokalen Versorger, den Stadtwerken, etc. auch mal nachfragen. Wenn das genug Menschen tun, kann sich da etwas bewegen.

Das Ladenetz ist in Deutschland gut ausgebaut und für die aktuelle Flotte durchaus ausreichend. Es geht immer mehr und es wird auch ausgebaut, aber Angebot und Nachfrage entwickeln sich weitestgehend parallel.

Wie gesagt, ich spreche aus Erfahrung, ich weiß wie ich seit 6 Jahren lade und welche Probleme ich hatte. Eine fehlende Lademöglichkeit war da noch nie ein Problem. Und ich hatte auch schon jede Menge Gespräche mit Menschen ohne BEV, die dachten, Ladesäulen finden wäre ein Problem, obwohl es ausreichend gibt. Einfach weil sie sie im Alltag nicht erkennen. Eine kleine Ladesäule ist nicht so auffällig wie eine Tankstelle.

[-] Ooops@feddit.org 1 points 18 hours ago

Die Ladeinfrastruktur wächst nicht ordentlich mit, was eben lokal zu Problemen führt. Vom bekloppten Tarifwirrwarr will ich eigentlich gar nicht reden.

Und -Überraschung!- andere Länder machen es besser und da funktioniert der Umstieg auf eMobilität dann auch viel besser.

Also ja, wenn in Deutschland politisch nichts unternommen wird und medial weiter das Märchen von den Deutschen, die halt einfach ihren Verbrenner so lieben erzählt wird, ist das tatsächliche Problem national. Ob es lokal bei der derzeitigen Verbreitung von eAutos irgendwo passt und woanders nicht, ist da eher irrelevant.

[-] ikirin@feddit.org 1 points 1 day ago

Kommt auf die Gegend an - wenn jemand in einer Gegend wohnt mit 2-3 Wohnblöcken auf diesen ~2km Umkreis sind 4 Ladepunkte zu wenig falls wir wollen, dass die Mehrheit auf ePkw umstellt.

Ob wir das langfristig wollen ist so oder so eine andere Frage.

[-] Gandhi70@lemmy.world 3 points 1 day ago

Also ich wohne in einer Stadt mit gut 50k Einwohnern. Hier gibt es wirklich genug Schnelllader. Tesla, Ionity und diverse Schnelllader bei den verschiedenen Einkaufszentren.

Und wenn jetzt einer damit kommt "Ja, aber auf dem Land...", ja, da mag es weniger Schnelllader geben. Aber da hat dann auch fast jeder die Möglichkeit zuhause zu laden.

[-] Ooops@feddit.org 1 points 1 day ago

Das ist eine ganz andere Diskussion. Schnelllader müssen ausreichend verteilt sein, dass man mit etwas Routenplanung auch größere Strecken mit kürzere Lade- und Ruhepausen schafft.

Schnelllader können aber nicht die grundsätzliche Lösung sein (der Aufwand und die Anforderungen ans Stromnetz, um genügend für eine tatsächliche Wende hin weg vom Verbrenner zu ermöglichen, wäre Irrsinn). Wovon rede ist, dass das tagtägliche Laden in den Städten halt nicht funktioniert. Auf dem Land erledigt das die höhere Eigenheimquote. In der Stadt hast du teils nicht nur keine Eigenheime, sondern tatsächliche nicht mal dedizierte Parkmöglichkeiten. Wenn in ganzen Stadtvierteln Straßenparken die Regel ist, braucht es halt öffentliche Infrastruktur.

Wir können nicht Leuten ständig erzählen, wie viel preiswerter und unkomplizierter eAutos sind, und dann aber davon ausgehen, dass die einfach mal -sagen wir einmal die Woche- 'ne gute Stunde Spazierengehen müssen, um ihr Auto irgendwo weiter weg abzustellen und später wieder abzuholen oder für den ganz regulären Betrieb auf Schnelllader angewiesen zu sein. Weil das ist dann weder bequem, noch preiswert.

Und dass wir in Deutschland ständig die imaginäre Diskussion über Reichweiten und ach so lange Strecken führen, hat meiner Meinung nach System. Dann kann man nämlich auf die gut verteilte aber geringe Anzahl Schnelllader hinweisen und so tun als wäre alles in Ordnung. Aber das ist halt Ablenkung von tatsächlichen Problem.

[-] HaraldvonBlauzahn@feddit.org 1 points 21 hours ago

Auf dem Land erledigt das die höhere Eigenheimquote. In der Stadt hast du teils nicht nur keine Eigenheime, sondern tatsächliche nicht mal dedizierte Parkmöglichkeiten.

In der Stadt ist ein Auto aber oft auch eher nicht nötig und mehr PKWs lösen für Städte auch keine Probleme.

[-] Ooops@feddit.org 0 points 19 hours ago

Ersetze "ist" durch "sollte sein" und wir sind einer Meinung. Aber, wie es oft in der Realität aussieht, 20 Minuten mit dem Auto pendeln oder alternativ 'ne Stunde mit ÖPNV sind täglich fast 1½ Stunden Lebenszeit. Die Entscheidung für das Auto ist da keine Bequemlichkeit.

(Und wenn selbiges Auto dann mal eben genauso 1½ Stunden frisst, weil man einen der wenigen Ladepunkte suchen, das Auto da abstellen und zweimal 40 Minuten nach Hause und wieder hin spazieren kann, endet die Entscheidung ebenso und nicht zu Unrecht, auch wenn mir gerade anderweitig hier erklärt wurde, dass 2x 40 Minuten Fußweg keine Zumutung sind, sondern das, was Menschen sowieso täglich laufen sollten...)

[-] HaraldvonBlauzahn@feddit.org 1 points 1 day ago

Nicht wirklich. Die Ladesäulen sind aureichend verteilt, solange nur eine kleine Minderheit welche sucht.

Ein hypothetisches Problem also, basierend auf der hanebüchenen Annahme, dass die Zahl der Nutzer stark zunimmt, die Zahl der Ladesäulen jedoch nicht.

Ich sehe gerade bei solchen Themen immer wieder Beiträge, die keine wirklichen Argumente haben, aber negative Stimmung verbreiten. Wem dient's ?

[-] Ooops@feddit.org 2 points 1 day ago

Was ist daran hanebüchen oder hypothetisch? Wenn es für wortwörtlich tausende Autos eine geringe 1-stellige Anzahl Ladepunkte im fußläufig erreichbarer Umgebung gibt, ist das ein sehr reales Problem und ich kann gegenwärtig nicht mal darüber nachdenken endlich ein modernes Auto anzuschaffen, wenn ich kein Eigenheim oder einen Arbeitgeber habe, der Lademöglichkeiten anbietet.

Ich muss also nicht "annehmen", dass "in Zukunft" die Anzahl der Ladesäulen nicht stark zunimmt, sondern kann ganz reell beobachten, dass die das bereits jetzt und in den letzten Jahren nicht ausreichend tut.

[-] HaraldvonBlauzahn@feddit.org 0 points 21 hours ago

Es gibt auch weniger Tankstellen als Verbrennerautos.

Vielleicht übersiehst Du, dass ein grosser Teil der Autos gar nicht viel gefahren werden?

Und die, die viel gefahren werden, können auch Schnelllader an der Autobahn benutzen - da kommen die Vielfahrer nämlich sowieso vorbei.

[-] Ooops@feddit.org 1 points 18 hours ago* (last edited 18 hours ago)

Nö, wenn ich davon rede, dass tausende Autos im Umkreis auf 'ne einstellige Zahl Ladepunkte komme, überseh ich nicht die Fahrleistung. Sondern ich gehe ganz realistisch davon aus, wie viele Autos zum Feierabend zurückkommen, wie viele davon nach 'ner Woche oder auch mehreren geladen werden müssen und in den wenigen Stunden zwischen Feierabend und zu Bett gehen um die vorhandenen Plätze konkurrieren.

~14000 Tankstellen, mit geschätzt 10 Zapfsäulen im Schnitt mal 1 Minute Tankzeit ist halt 'ne andere Rechnung als ~140000 AC Ladepunkte mit 10 Stunden Ladezeit (das sind beide Male in etwa die tatsächlichen Zahlen für Deutschland...). Das funktioniert nicht.

Alternativ DC Laden in (je nach Modell und auch Auto-Kompatibilität) 15-60 Minuten... klappt immer noch nicht. Und es will auch niemand die abartige Anzahl Schnelllader installieren um mit heutigen Tankstellenkapazitäten gleichzuziehen.

Was fehlt ist wahlweise eine sehr viel größere Verbreitung von einfachen AC Ladern überall an der Straße neben den dortigen Parkstreifen oder eine sehr viel höhere Verbreitung von privaten Ladepunkten, z.B. durch Anreize, dass Arbeitgeber welche anbieten, oder zur Verpflichtung von Vermietern, auf Wunsch welche anbieten zu müssen. Beides seh ich in Deutschland aber nicht kommen, denn die Politik möchte das nicht und die Ablenkung mit "ach, eigentlich gibt es doch schon genug" scheint ja auch gut zu funktionieren.

[-] Don_alForno@feddit.org 1 points 1 day ago

Ich sehe gerade bei solchen Themen immer wieder Beiträge, die keine wirklichen Argumente haben, aber negative Stimmung verbreiten

Was du siehst sind Frustrierte, die gern wechseln würden aber nicht können. Die Säule muss vor dem Auto da sein, ich kauf doch keinen 25.000€ Briefbeschwerer.

[-] HaraldvonBlauzahn@feddit.org 1 points 20 hours ago

Was du siehst sind Frustrierte, die gern wechseln würden aber nicht können.

Ich würde zuuu gern glauben, dass die Autoindustrie ohne Meinungsmanipulation und Astroturfing vor geht.

Aber die "Dieselaffäre", die zehntausende Tote durch Luftverschmutzung verursacht hat, zeigt ja deutlich, dass diese Industrie für die Sache der Profite auch über Leichen geht.

[-] HieroProtagonist@feddit.org 1 points 1 day ago

Die Situation bei einem Elektroauto ist aber im Grunde nochmal eine Spur einfacher als beim Verbrenner: Im worst case gibt es Adapter für die Haushaltssteckdose... wenn ich in meinem Kaff vergesse zu tanken darf ich erstmal die ~15 km zur nächsten Tankstelle mit dem Benzinkanister auf dem Gepäckträger radeln.

[-] Ooops@feddit.org 1 points 1 day ago

Im worst case gibt es Adapter für die Haushaltssteckdose

Keine Ahung in welcher Scheinwelt du lebst, dass das der worst-case ist. Sollen wir alle die Kabel aus dem Fenster im 1. bis 3. Stock und über dne Bürgersteig werfen? Hier gibt es praktisch nur Straßenrandparker.

[-] HieroProtagonist@feddit.org 1 points 1 day ago

Keine Ahung in welcher Scheinwelt du lebst, dass das der worst-case ist.

Hessen. Sehr, sehr ländliches Hessen.

Sollen wir alle die Kabel aus dem Fenster im 1. bis 3. Stock und über dne Bürgersteig werfen? Hier gibt es praktisch nur Straßenrandparker.

Dann wäre ein Wink mit dem Zaunpfahl an den örtlichen Stromanbieter, die Stadtwerke oder die lokalen Einzelhändler angebracht... klingt für mich ja schon ein wenig städtischer die Lage...

[-] Ooops@feddit.org 2 points 1 day ago* (last edited 1 day ago)

klingt für mich ja schon ein wenig städtischer die Lage

Ich zitiere aus meinen Ursprungskommentar:

Ich hab hier mitten im Ruhrgebiet [...]

Ja, ich rede explizit vom Alltagsproblem in Großstädten voller Straßen- und Laternenparkern ohne Eigenheim. Ohne die Möglichkeit sein Auto (ohne extra Aufwand und Zusatzkosten wegen weiter Wege und Schnellladern) ganz normal zu laden, kauft man halt kein eAuto. Ohne eAutos stellen die Arbeitgeber und Supermärkte keine Lader auf ihre Parkplätze.

Und das löst man nicht, in dem man darüber jammert, dass die Leute ja nur nicht wollen, und dann im nächsten Schritt mit der guten Verteilung von Schnellladern argumentiert. Denn die Reichweite und die Erreichbarkeit von weit entfernten Zielen ist Ablenkung. Das funktioniert tatsächlich gut. Der Alltag, wo ich nur mit extremem Aufwand und/oder Extrakosten das Auto geladen kriege, ist das Problem.

PS: Und ja, weniger Autos und besserer öffentlicher Verkehr wäre auch 'en Möglichkeit, wahrscheinlich die bessere. Aber auch das passiert ja nicht. Fehlt eigentlich nur noch, dass wir da auch die Diskussion aufmachen, dass die Leute as ja nicht wollen, weil sie alle so gern Auto fahren. Den Irrsinn kenn ich bisher nur aus den USA, aber diese Art der bescheuerten Scheinargumentation würde auch hier gut ins Schema passen.

[-] HieroProtagonist@feddit.org 0 points 1 day ago

Ok, das "mitten im Ruhrgebiet" wurde anscheinend von meinem internen Zensor gestrichen.

PS: Und ja, weniger Autos und besserer öffentlicher Verkehr wäre auch 'en Möglichkeit, wahrscheinlich die bessere. Aber auch das passiert ja nicht. Fehlt eigentlich nur noch, dass wir da auch die Diskussion aufmachen, dass die Leute as ja nicht wollen, weil sie alle so gern Auto fahren. Den Irrsinn kenn ich bisher nur aus den USA, aber diese Art der bescheuerten Scheinargumentation würde auch hier gut ins Schema passen.

Wo wäre das eine "bescheuerte Scheinargumentation"? In Städten ist ÖPNV die Lösung (+ Fahrrad / Ebike / Carsharing...)... und ja, da kommt einfach die persönliche Bequemlichkeit vieler Menschen zum tragen.

[-] Ooops@feddit.org 1 points 19 hours ago* (last edited 19 hours ago)

Da hast du mich missverstanden.

Hier wird gern behauptet, dass die Leute einfach keine eAutos wollen und dafür werden alle tatsächlichen Probleme einfach ignoriert. Oder wir werden alternativ mit der "Dummheit der Deutschen" beschallt, Angst vor Krankheiten durch Klimaalagen zu haben, damit man nicht darüber reden muss, dass die hierzulande wesentlich teuerer sind und massive Hürden für den Einbau existieren.

In den USA hingegen wird gerne das Märchen verbreitet, dass ÖPNV doch gar keinen Sinn macht, weil die Leute den doch gar nicht wollen und eh nie benutzen würden, weil sie alle so gerne Auto fahren (FrEiHeIt!1!). Das ist auch völliger Blödsinn aber würde, so wie die Diskussion hier inzwischen abgedriftet ist, inzwischen auch beinah nach Deutschland passen.

Das ÖPNV die Lösung ist, ist klar. Aber mediale und politische Diskurs möchte sehr offensichtlich auch keine Lösung, denn dann wären die fossilen Geldgeber traurig.

[-] HieroProtagonist@feddit.org 1 points 8 hours ago

Stimmt, das habe ich missverstanden.

Im Endeffekt kommt eben alles wieder zurück auf den fehlenden politischen Willen an der Meinungsbildung mitzuwirken und die Gesellschaft mehr in eine richtigere Richtung zu manövrieren.

[-] ikirin@feddit.org 0 points 1 day ago

Problem hierbei - was machste wenn du in einer Wohnung wohnst? Da ist der Adapter für die Haushaltssteckdose gut gemeint - aber wenn deine Wohnung im 4. Stock Hofseitig ist dann hilft der auch wenig.

Mehr Ladeinfrastruktur wär daher schon auch wichtig.

[-] HieroProtagonist@feddit.org 1 points 1 day ago

Natürlich wird es immer die eine, spezielle Situation geben in der ein E-Auto momentan einfach noch nicht ganz unproblematisch ist... ich wollte mit meinem Beispiel nur anmerken, dass es bei den Elektrofahrzeugen einfach noch ein paar mehr Möglichkeiten gibt als beim Verbrenner.

Mehr Ladeinfrastruktur wär daher schon auch wichtig.

Das definitiv, da kann man nicht widersprechen

[-] B0rax@feddit.org 1 points 1 day ago* (last edited 1 day ago)

Die Frage ist doch auch: wohin willst du mit dem Auto fahren? Zur Arbeit? Viele Arbeitgeber bieten ladesäulen auf den Parkplätzen.

Zum einkaufen? Rewe, Aldi, Lidl, Ikea, bauhaus, etc haben auch schnelllader zu teilweise vergünstigten Konditionen für Kunden.

Zum verreisen? An den meisten Raststätten sind ladsäulen.

[-] Ooops@feddit.org 2 points 1 day ago* (last edited 1 day ago)

Viele Arbeitgeber bieten ladesäulen auf den Parkplätzen.

Nö, haben sie hier nicht.

Zum einkaufen? Rewe, Aldi, Lidl, Ikea, bauhaus, etc haben auch schnelllader zu teilweise vergünstigten Konditionen für Kunden.

Ebenfalls nein. Hab davon sicher ein Dutzend im nahen Umkreis aber 0 Lader, weil eben in einer Gegend der Straßenparker und ohne Infrastruktur zum Laden niemand ein eAuto kauft, die Supermärkte dann also uch keine Lader für ihre Kunden brauchen.

Zum verreisen? An den meisten Raststätten sind ladsäulen.

Ja, und genau deshalb reden wir in Deutschland ja immer von absurden Strecken und Reichweiten. Die Schnelllader, um mit etwas Planung und kurzen Lade-/Ruhepausen überall hinzukommen, haben wir in der Tat. Ist halt Ablenkung, um nicht über das tatsächliche Problem im Alltag reden zu müssen.

Ich hab keinen Stellplatz, ich kann nicht ein Kabel aus dem Fenster im 2. Stock und über den Bürgersteig zu meinem Auto werfen, und ich habe keinen Arbeitgeber mit Parkplatz/Lademöglichkeit. Ich könnte jedesmal wenn ich Laden muss die wenigen vorhandenen Ladepunkte abfahren, das Auto abstellen, wenn ich einen freien finde, halbe Stunde nach Hause spazieren, und dann einiges später nochmal die selbe Strecke zum Abholen. Oder ich könnte grundsätzlich (und mir den damit verbundenen Kosten) größere Strecken fahren und exklusiv mit Schnellladern klarkommen. Aber beides ist eben eine Zumutung und erhöhte Kosten, die viele davon abhält eine eAuto in Betracht zu ziehen. Und beides funtkioniert auch nur, solange eben kaum jemand hier eins hat. Eine Handvoll einfacher Ladepunkte für mehrere hundert Autos im Umkreis funktioniert eben nicht. Und die Netzinfrastruktur, die nötig wäre, um den kompletten Umstieg auf eMobilität mit Schnellladern zu stemmen (ähnlich wie heute alle brav irgendwo zentral tanken gehen) ist völliger Irrsinn.

Also brauchen wir vernünftige öffentliche Infrastruktur. Sonst wird das nichts, egal wie penetrant wir uns selbst belügen, dass die Leute das Problem wären. (Zum Vergleich: Die Niederlande haben derzeit -ohne Schnelllader etc.- etwa 200000 einfache Ladepunkte, meist am Straßenrand, bei etwa 500000 angemeldeten Autos. Bei höherer Eigenheimquote...)

[-] HaraldvonBlauzahn@feddit.org 3 points 1 day ago

"Wer etwas will, findet Wege.

Wer etwas nicht will, findet Gründe."

[-] Don_alForno@feddit.org 0 points 12 hours ago

Und schon sind wir von "die Abdeckung ist echt gut" bei "finde halt Wege, wie du mit der mangelhaften Abdeckung persönlich umgehen kannst" gelandet.

[-] smokeysnilas@feddit.org 2 points 2 days ago

Hab ebenfalls lange im Ruhrgebiet zur Miete gewohnt und kann das so unterschreiben. Im Block mit easy 100 Wohneinheiten gab's da zwei Ladesäulen. Schon mit Verbrenner irgendeinen Parkplatz zu finden war schwierig. Wenn du genau einen der beiden Ladeplätze brauchst kannst du die Gelegenheiten im Jahr an denen das klappt an einer Hand abzählen.

this post was submitted on 11 Aug 2026
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