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„Keine Zombies“: Wie Krumbiegel AfD-Wähler verstehen will
(www.rollingstone.de)
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Und ich glaube genau hier liegt die Fehlannahme in deiner Argumentation.
Grundsätzlich verstehe ich was du meinst. Meine Beobachtung ist jetzt leider folgende:
Du kannst mit einem ,,Mitläufer" einen Abend und zahlreiche Biere lang über seine Sorgen reden. Du kannst ihm zuhören, ihr könnt euch einander darüber annähern wer unsere Gesellschaft grade zerstört... am Ende kommt ihr vielleicht sogar auf den Konsens, das Solidarität keine Einbahnstraße ist und das sowohl der Sozialhilfeempfänger, der nocht arbeiten will als auch der Milliardär der keine Steuern zahlt gesamtgesellschaftlich ein Problem sind, vielleicht werdet ihr euch sogar einig wer uns mehr Geld kostet.
Dann geht ihr beide nach Hause, er zieht sich die nächsten emotional aufgelandenen TikToks rein... und das ganze Gespräch war für die Katz.
Es mag sein, dass die Mehrheit der AfD Wähler nicht aus Überzeugung handelt. Aber das Problem ist, dass die AfD Führung und insgesamt die rechte dank Kapitalismus mit einer enormen PR- und Propagandamschine ausgestattet ist, das wird mit KI auch aktuell noch schlimmer.
Hinzu kommt, das ein solch prodkutives Gespräch wie du es oben beschreibst, voraussetzt, das man überhaupt einen Kompromiss zur Lösung seiner Probleme akzeptiert. Genau daran mangelt ist in der nachgeplapperten AfD-Linie mMn auch schon. Um bei deinem Beispiel zu bleiben: ,,1000000% CO2 Steuer" ist die Forderung die durchgesetzt werden MUSS, alles andere ist links-grün-versifft. Ein Kompromiss auf 10 % Co2-Steuer ist schon Verrat am Bürger. Anders gesagt: Mit einem gefestigten ideologischen Weltbild (das im Falle von Klimawandelleugnung, EU-Austritt etc. auch einfach sachlich falsch ist) das Kompromisse als Lösung nicht akzeptiert kannst man schwer Kompromisse finden. Zumal die ,,AfD-Führung" den Torpfosten verschiebt sobald man auf sie zugeht, da die Leute ja empört bleiben müssen damit das ganze Konstrukt funktioniert.
Ich hab auch an sich nichts dagegen mir kontroverse Meinungen anzuhören, aber wenn jemand von mir erwartet, das ich seine faktenfreie, emotional begründete Meinung als gleichwertig mit rationalen Argumenten akzeptiere habe damit ein Problem... nicht weil ich nicht empathisch verstehe wie die Meinung zustande kommt, sonder weil wir in der rationalen, objektiven Welt damit schlechte Ergebnisse einfahren und das Problem das ihn zu dieser Meinung bewogen hat nicht gelöst wird.
Ja, das wäre aber die fanatische Haltung von der ich nicht ausgehe.
Von der wir (imo) nicht ausgehen dürfen, weil wenn es tatsächlich Stand ist das wir knapp 30% nicht reformierbare fanatische Faschisten haben, brauchen wir kein AfD Verbot, sondern wir müssen einen Bürgerkrieg führen und gewinnen. Das will ich eigentlich nicht.
Ne, das ist genau die Falle in die wir nicht tappen dürfen. Ich möchte das wir ungefähr das machen was ich gemacht hab:
Das ist das Ausmaß was man da tun kann und was imo aktuell nicht versucht wird.
Tatsächlich mit bereits "eingefangenen" AfD Wählern lange Diskussionen zu führen ist Unsinn, das führt zu nichts, besonders weil man als Einzelperson keine Lösung anbieten kann. Das kann nur ein Wahlprogramm. Da muss das gesichert und plausibel drin stehen.