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submitted 21 hours ago by GardenGeek@europe.pub to c/dach@feddit.org

Meinungen dazu?

Ich zitiere mal Danger Dan: ,,Faschisten hören niemals auf Faschisten zu sein, man diskutiert mit denen nicht hat die Geschichte gezeigt."

Krumbiegels Bemühungen um Dialog in allen Ehren, aber zum diskutieren, austauschen, ,,verstehen" gehören zwei Parteien. Und die mMn hat die andere Seite absolut kein Interesse eine Diskussion zu führen. Diejenigen, die auf der rechten Seite intelligent sind und Durchblick haben sind unehrlich und wollen keinen Diskurs weil er ihren Zielen schadet. Diejenigen die nicht mitdenken werden von ersteren systematisch gegen objektive Arguemente und Diskurs abgeschirmt indem dieser verächtlich gemacht wird: ,,Differenziert" wird dort abwertend verwendet.

Man kann über vieles reden und auf der persönlichen Ebene verstehe ich die Leute ja auch. Aber wenn jemand mit dem Argument ,,2+2 = 5" ins Feld zieht kann die Lösung nicht sein, dass wir uns auf ,,2+2 = 4,5" einigen. Das macht die Bundespolitik mit der Migrationsdebatte seit Jahren und das einizige was hängen bleibt ist ,,die rechten hatten ja recht, sonst wären die doch nicht auf die zugegangen."

Mit reden kommt man bei gefestigt rechtsextremen nicht weiter.

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[-] poVoq@slrpnk.net 4 points 15 hours ago* (last edited 15 hours ago)

Punkt 2 stimmt so nicht. Es gibt eine gewisse Konkurenz zwischen inner-europäischen Firmen, z.B. im Fehrverkehr der allerdings vor allem hiesigen Firmen Gewinne auf dem Rücken osteuropäischer LKW Fahrer bei Subunternehmen beschert. Aber Migraten in der ersten Generation übernehmen vor allem Jobs die sonst garnicht oder unter Selbstausbeutung nur schlecht (siehe Pflegeberufe) gemacht würden. In der Summe ergibt dies sogar ein Plus auf dem Arbeitsmarkt da es sich dabei nicht um ein Nullsummenspiel handelt. Lustigerweise ist dies besonders in Ostdeutschland im ländlichen Raum besonders merkbar, wo andauernt über Arbeitskräftemangel in verschiedenen schlechter bezahlten Jobs gejammert wird, welche im Westen fast ausschließlich von Migranten übernommen werden. Einfach mehr bezahlen funktioniert bei solchen Branchen normalerweise auch nicht weil die Preiselastizität oft sehr gering ist da niemand bereit ist die dadurch erforderlichen Preise zu bezahlen.

Punkt 3 Stimmt so auch nicht, da Migranten überwiegend im erwerbsfähigen Alter nach Deutschland kommen und in der Summe mehr in die Sozialsysteme einzahlen als aus diesen entnehmen.

[-] it_depends_man@lemmy.world 1 points 15 hours ago

Ich respektier das das deine Meinung ist, aber ich stimme deiner Meinung nicht zu.

Beziehungsweise, ich glaube du hast nicht vollständig verstanden was ich meine, weil:

Migraten in der ersten Generation übernehmen vor allem Jobs die sonst garnicht oder unter Selbstausbeutung nur schlecht (siehe Pflegeberufe) gemacht würden.

Das ist immernoch ein schlechter Zustand und löst das Problem in keiner Weise.

Wenn wir vorher eine Gesellschaft haben in einem schlechten finanziellen Zustand, die Gesamt- und Volkswirtschaftlich alle Sozialleistungen erwirtschaften muss und von den hier lebenden Arbeitslosen will die Arbeit keiner machen, weil sie zu schlecht bezahlt wird, aber ein Migrant macht die Arbeit zu den gleichen schlechten Bedingungen, dann zahlt der Migrant vielleicht SEINEN Beitrag, aber die Kosten für den hier lebenden Arbeitslosen hat die Gesellschaft trotzdem weiterhin.

Mein Problem ist nicht das Arbeit nicht gemacht wird, mein Problem ist die Ausbeutung und die Gesamtrechnung. Der Arbeitsmarkt sollte das Instrument sein das Ausbeutung dadurch begrenzt das schlechte Arbeitsangebote mit falschem Verhältnis von Aufwand und Lohn NICHT gemacht werden. Gar nicht. Auch nicht durch jemand anderen der einwandert und sich noch etwas tiefer bücken kann.

Einfach mehr bezahlen funktioniert bei solchen Branchen normalerweise auch nicht weil die Preiselastizität oft sehr gering ist da niemand bereit ist die dadurch erforderlichen Preise zu bezahlen.

Ja, aber das ist ein Zustand der politisch konstruiert ist.

Bei einigen Jobs stimmt diese Darstellung auch nicht, weil es alternativlos ist, das sie gemacht werden und weil die Gesellschaft als Ganzes alles in Bewegung setzt um sicherzustellen das die Arbeit gemacht wird. Stell dir zum Beispiel vor es gäbe gar keine Polizisten. Oder gar keine Ärzte. Oder gar keine Elektriker und Angestellte die die Stromversorgung sicherstellen. Pflegeberufe gehören imo auch dazu. Der Rest der Gesellschaft organisiert sich darum herum, wie wir diese Jobs besetzt kriegen und wie wir sie bezahlen, weil Kranke oder alte Menschen einfach sterben zu lassen machen wir nicht.

Für genaueres müssten wir uns spezielle Berufsfelder ansehen.

[-] poVoq@slrpnk.net 1 points 14 hours ago* (last edited 14 hours ago)

Du übersiehst die Demographie, und das ein sehr großer Anteil der deutschen Arbeitslosen dem Arbeitsmarkt nur sehr eingeschränkt zu verfügung stehen z.B. weil sie ältere Angehöhrige versorgen was sowohl zeitlich als auch bezüglich geographischer Flexibilität die Arbeitsaufnahme oft stark erschwert. Dazu kommen weit verbreitete psychische Erkrankungen und Arbeitslose die aufgrund ihres eigenen Alters für viele Jobs nicht mehr in Frage kommen.

Das alles lässt sich nicht mit besserer Bezahlung und weniger Ausbeutung lösen, sondern ist eigentlich überhaupt nur mit Migration möglich etwas abzumildern.

this post was submitted on 07 Aug 2026
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