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this post was submitted on 23 Apr 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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founded 2 years ago
MODERATORS
Die SPD hatten damals mit Martin Schulz die Chance, und rein von der Aussenwirkung betrachtet auch die Energie, Rückgrat zu zeigen, eigenständig zu sein und die SPD wieder zu einer Arbeiterpartei zu machen.
Und dann gab es offensichtlich doch wieder genügend Hirnis in der Partei, denen es einzig und allein um Posten ging und die die Partei in eine weitere Groko gepresst haben, anstatt in Würde und halbwegs unter Wahrung der sozialen Werte der Partei in die Opposition zu gehen. In dieser Groko sind sie dann spätestens in der Versenkung verschwunden und es ging massiv abwärts.
Ich bin kein SPD-Wähler, mir tut es nicht so richtig leid um diese Partei, ich kann die immer schlechteren Wahlergebnisse aber vollkommen nachvollziehen. Das haben sich die Parteiführungen der letzten Jahre komplett selbst zuzuschreiben und aktuell sieht es immer noch nicht danach aus, dass dort jemand aus der Geschichte gelernt hat.
Die 5% haben sie sich wirklich verdient. Leider halt mit dem Effekt, dass die dort fehlenden Stimmen zu den schlechteren Parteien abwandern.
Oder 2013 eine Rot-Rot-Grüne Koalition statt der GroKo.
Was hätte denn 2017 passieren sollen? Das hätte dann ja nur Neuwahlen gegeben
Die SPD hat sich nach dem eher schlechten Image der vorhergehenden Grokos im Wahlkampf klar gegen eine weitere Groko ausgesprochen und es sah so aus, als würden sie sich endlich mal wieder klarer für eigene Ziele einsetzen. Ich würde sagen, das haben die Wähler damals durchaus honoriert. Dann haben Sie sich nicht an Ihre eigenen Worte gehalten, und das war der Anfang vom Ende.
Klar, eine Regierungsbildung wäre nicht einfach gewesen, aber am Ende dann doch wieder eine Groko zu bilden, war die schlechteste aller Möglichkeiten für die SPD. Das hat damals nur der CDU geholfen. Und die SPD war der unsichtbare Junior-Partner, der hilfreiche Idiot für die CDU.
IMO wären Neuwahlen für die SPD damals die bessere Option gewesen, denn Rückgrat zeigen und zu den eigenen Werten stehen, hätte Ihnen dann mehr Stimmen gebracht. Die AfD hatte damals zwar ordentlich zugelegt, war aber noch nicht so eine Gefahr bei Neuwahlen.
Und genau das müssten Sie jetzt wieder machen, um Stimmen zurückzugewinnen. Ihre Identität wiederfinden, anstatt sich dem Sozialabbau der CDU-Hohlblöcke hinzugeben. Das ist einerseits nicht einfach, denn ein Platzen der aktuellen Regierungskoalition würde nur noch weiter den rechten Mob beflügeln, andererseits sitzen sie in der Regierung durchaus richtig, um an den Stellschrauben zu drehen. Es müsste sich nur mal jemand trauen.
Für eine Jamaikakoalition hätte es auch gereicht 🤷
Wir erinnern uns sicher alle an den Satz, mit dem Christian Lindner die Koalitionsgespräche für gescheitert erklärt hat: "Es ist besser nicht zu regieren, als falsch zu regieren." Während der darauffolgenden Legislaturperiode haben wir dann feststellen müssen, dass er gar nicht richtig regieren kann.
Für ihre Klientel haben sie doch sehr richtig regiert, Cum-Ex ist verjährt, und die Aufbewahrungsfristen für steuerrelevante Belege wurde um 2 Jahre verkürzt. Außerdem wurde erfolgreich praktisch jedes Vorhaben blockiert, das auch nur ansatzweise nicht komplett asozial gewesen wäre.
Die FDP hat ihren Regierungsauftrag doch vollkommen erfüllt? Kann man sich doch noch gut daran erinnern, das sie von Springerkollegen den Auftrag bekommen haben Rot Grün zu blockieren. Ist ihnen doch perfekt gelungen.
CDU-geführte Minderheitsregierung? Union und FDP entzaubern sich selbst durch nichtstun, weil Mehrheiten fehlen; außer für soziales.