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Klage zum Abgasskandal: Millionen Dieselmotoren vor dem Aus?
(www.tagesschau.de)
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Auch bei den Auswirkungen geht es nicht um Kleinigkeiten: Als Folge des Autoverkehrs sterben in Deutschland jährlich rund 3000 Menschen durch Verkehrsunfälle, dagegen jedoch rund 11000 durch Luftverschmutzung.
Allein der Diesbetrugsskandal, bei dem illegale Abschalteinrichtungen den Ausstoss von Stickoxiden vervielfachten, dürfte mindestens zehntausende Todesopfer verursacht haben.
(Rein aus Neugier, gibt es eigentlich einen juristischem Begriff für einen vorsätzlichen Betrug mit Todesfolge?)
(Und natürlich reduziert ein Tempolimit auch den Schadstoffausstoss stark, und somit die Zahl der Toten durch Autoluftverschmutzung.)
Genau das - die Menschen, die sich jetzt beschweren, dass sie bewusst seit Jahren ihre Mitmenschen vergiften und jetzt damit aufhören sollen, sollten eigentlich direkt in irgendeine Anstalt für Psychopathen verfrachtet werden.
Fahrlässige Tötung (§222 StGB) könnte man das nennen.
Aber ist es fahrlässig, wenn die Folge des Todes für verständige Menschen komplett absehbar war, und offenbar bewusst in Kauf genommen wurde?
Wenn man nicht zweifelsfrei nachweisen kann, dass jemand genau deswegen gestorben ist, greift das aber nicht.
Mit anderen Worten, ein Terrorist könnte eine Ladung Gift, das Herzinfarkt verursacht, in eine Talsperre kippen, die eine Stadt mit Tribkwasser versorgt, 5000 Leute sterben, und er könnte nicht belangt werden, weil man auch natürlicherweise einen Herzinfarkt bekommen kann und man so keinen individuellen Todesfall nachweisen kann?
Als "Fahrlässige Tötung"? Ich glaube da greifen ganz andere Paragraphen und nicht fahrlässige Tötung. :D
Das dürften, jedenfalls lese ich das so, alle Toten durch Luftverschmutzung sein, nicht nur der Anteil, der auf Luftverschmutzung spezifisch durch Verkehr zurückgeht. Ich würde mich auch fragen, wie man das trennen wollen würde.
Nein, dass sind nur die Toten durch Luftverschmutzung aufgrund vom Straßenverkehr.
Der Wikipedia Artikel zitiert seine Quelle nicht richtig. Das folgende Zitat ist aus der von Wikipedia zitierten Quelle: "in Germany, for example, 24 000 deaths per year may be prevented by banning NH3 emissions from agriculture while, for comparison, it is 11 000 deaths per year for road traffic emissions. Note that the latter is 3.5 times the annual number of fatalities by traffic accidents in Germany."
Die geschätzten Todeszahlen gelten außerdem anders als Wikipedia es suggestiert für 2015.
Nebenbei ist interessant, dass NH3 emissionen wohl noch deutlich mehr tode verursachen. Eine schnelle Recherche scheint zu ergeben, dass das meiste davon von Gülle und der Tierzucht kommt. Ein weiterer Grund weniger Fleisch zu essen. Und aufs Land zu ziehen wäre somit warscheinlich auch kontraproduktiv wenn man vor Luftverschmutzung Angst hätte.