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submitted 5 months ago by SapphireSphinx@feddit.org to c/dach@feddit.org
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[-] SapphireSphinx@feddit.org 24 points 5 months ago* (last edited 5 months ago)

In Deutschland hat der Hass auf marginalisierte Menschen lange Traditionslinien, sagt Gränitz. Sozialdarwinistische Ideen, die zwischen lebenswerten und lebensunwerten Menschenleben unterscheiden, also der Vorstellung anhängen, in der Gesellschaft sollten sich nur die vermeintlich Starken durchsetzen, kursierten schon vor der Herrschaft des Nationalsozialismus.

[...]

Dass die Täter meist Männer sind, ist kein Zufall. Es gehöre zu einer immer noch verbreiteten Vorstellung von Männlichkeit, keine eigenen Schwächen zulassen zu dürfen, sagt die Soziologin. Im Extremfall könne dies dazu führen, dass die Täter eine den Opfern zugeschriebene Schwäche mit Gewalt bekämpfen, um sich selbst stark zu fühlen. "Die eigene Männlichkeit kann umso besser exerziert werden, die eigene Härte, der Körperpanzer wiederhergestellt werden, indem man die bei sich selbst verleugnete Schwäche an anderen Männern, die diesem Bild von Männlichkeit nicht entsprechen, ausradiert."

Kleine Würstchen mit Allmachtsfantasien. Bei solchen reinen Hass-Taten sollte IMHO prinzipiell die höchstmögliche Strafe verhängt werden.

[-] silberblueaxt@feddit.org 25 points 5 months ago

Die höchstmögliche Strafe wurde verhängt. 10 Jahre im Jugendgefängnis. War das erste Mal, dass die Richter dort diese Strafe verhängt hatten.

Bin trotz allem nachhaltig verstört von dieser Tat…

[-] gigachad@piefed.social 9 points 5 months ago

Besser nicht vorm Frühstück lesen, mir ist schlecht

[-] remon@ani.social 9 points 5 months ago
[-] Vizzerdrix@lemmy.world 5 points 5 months ago

Ich find hart, dass die Polizei zwischendurch da war und nichrs gecheckt hat. Vielleicht wäre da ein Anhaltspunkt die Leute mehr für solche Situationen zu schärfen.

[-] nuscheltier@feddit.org 5 points 5 months ago

Es gibt Probleme, die ich hierbei sehe:
a) es wird ja schon im Artikel beschrieben, dass Herr Neumann etwas gesagt hat und sie sein "lallen" auf eventuellen Alkoholkonsum geschoben haben - in Anbetracht von Zeit und Ort naheliegend
b) etwas, was jetzt sehr komisch klingen wird, sie haben den Täter nicht gleich eingeknastet, weil er Ausländer war (oder evtl. so aussah) - etwas, was sie vielleicht explizit nicht wollten, um nicht Vorurteilen ggü der Polizei gerecht zu werden
Also kann ich es schon nachvollziehen, dass sie es nicht sofort erkannt haben. Ich kann mir vorstellen, dass die beiden Polizisten das auch einige Zeit mit sich tragen werden. Wie auch die Sanitäterin wird es für die Polizisten nicht leicht sein, das wegzustecken.

[-] kossa@feddit.org 3 points 5 months ago

was jetzt sehr komisch klingen wird

Ja, klingt komisch und ist easy ein dummer Take. Was ist die implizite Aussage? Die Polizei ist sanfter zu ausländisch gelesenen Personen, weil sie Angst vor Rassismusvorwürfen hat?

Die Polizei wird ja bei jedem Anfangsverdacht vor Rassismus von Kollegen, Gewerkschaften und Politik gedeckt. Ich glaube nicht, dass irgendein Polizist Angst davor hat, zu rassistisch zu wirken.

[-] nuscheltier@feddit.org 1 points 5 months ago

ist easy ein dummer Take

Ich verstehe nicht, warum es ein dummer Take, wenn man Polizisten als Individuen betrachtet und nicht als monolithischen Block, der sich komplett gleich verhält. Daher: Ja, es wird Polizisten geben, die sich um das Bild der Polizei Sorgen machen und damit auch Angst vor Rassismusvorwürfen haben. Es ist genauso gut möglich, dass diese Polizisten keinen Anfangsverdacht gesehen haben, um einen von den Leuten auf die Wache mitzunehmen. Vielleicht war ihnen auch kalt. Es wissen nur die Polizisten selbst.

[-] Bonifratz@piefed.zip 4 points 5 months ago

Mal von der grausamen und abscheulichen Tat abgesehen: Ich finde es einfach erschütternd, wie in unserer Gesellschaft Tausende vereinsamen und/oder auf der Straße landen (in diesem Fall beides) und wir das nicht als das kollektive Scheitern erkennen, das es ist.

[-] luciferofastora@feddit.org 3 points 5 months ago

Armut und Superreiche sollten nicht gleichzeitig existieren. Wenn es allen gut geht, darf es meinetwegen auch einigen besser gehen, ist zwar nicht ideal aber wenigstens akzeptabel.

Wenn aber jemand zig Millionen hat und keine Ahnung wie viele hundert ein Wocheneinkauf kostet, weil solche Kleinbeträge ihn eh nicht mehr jucken, während ein Rentner nach 50 Jahren arbeiten noch Flaschen sammelt und dir auf den Cent genau sagen kann, was ihn sein Einkauf kostet, weil er die Cents abzählen muss, dann ist das, wie du sagst, ein kollektives Scheitern.

this post was submitted on 18 Dec 2025
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