Moin zusammen,
ich muss mal eine ziemlich verrückte Netzwerk-Erfahrung mit euch teilen, die mich die letzten Tage echt Nerven gekostet hat. Vielleicht stand ja jemand von euch schon mal vor einem ähnlichen Rätsel.
Das Setup: Ganz klassisch: Internet über eine FRITZ!Box 6591, und da in der Wohnung nicht überall Netzwerkkabel liegen, nutze ich D-LAN (Powerline) für die Verteilung über das Stromnetz.
Das Problem: Aus dem Nichts gab es massive Netzwerkprobleme, IP-Konflikte und unerklärliche Verbindungsabbrüche. Nach einer längeren Fehlersuche kam der Schock: Mein D-LAN hat sich über den Stromzähler hinweg mit dem D-LAN meines Nachbarn synchronisiert! Wir saßen quasi plötzlich im selben lokalen Netzwerk. Beide Haushalte nutzen natürlich standardmäßig das FRITZ!Box-Subnetz (192.168.178.0/24), was zu einem absoluten DHCP-Chaos geführt hat.
Der eigentliche Aufreger: Man denkt ja: "Kein Ding, drückst du halt den Pairing-Button und aktivierst die D-LAN Verschlüsselung (AES 128-bit), dann ist das Netz sicher getrennt." Falsch gedacht! Selbst mit aktivierter Verschlüsselung der Adapter gab es weiterhin massive Überschneidungen und Routing-Probleme. Die Adapter haben das Signal des Nachbarn anscheinend trotzdem auf irgendeiner Ebene durchgewunken oder sich auf Layer 2 so stark gegenseitig gestört, dass nichts mehr ging.
Meine Fragen an die Community:
- Hatte jemand von euch schon mal den Fall, dass die Powerline-Verschlüsselung nachbarschaftliche "Netzwerk-Zusammenschlüsse" nicht verhindern konnte?
- Wie kann es sein, dass die Adapter trotz neuem, individuellem Kennwort weiterhin streiken, sobald der Nachbar seine D-LAN Stecker in der Dose hat? Trennt die Verschlüsselung hier nicht sauber?
Lasst das eine Warnung sein: Verlasst euch bei Mehrfamilienhäusern / dichten Stromnetzen nicht blind auf das Plug&Play von Powerline! 😅
Freue mich auf eure Erklärungsversuche!
Ich als Laie würde ja denken, dass die Verschlüsselung vor dem IP-Layer liegt. Ähnlich wie beI WLAN.