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this post was submitted on 09 Mar 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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founded 2 years ago
MODERATORS
Überall.
Die Preise fallen weiterhin exponentiell, aufgrund von Lerneffekten. Gleiche Dynamik wie bei Mikrochips zwischen 1950 und 2010. Details hier.
Auch hier:
https://en.wikipedia.org/wiki/Experience_curve_effect
Wer hat denn dann die beste Lage, um am meisten Energie anbieten zu können?
Jedes Dach mit Südausrichtung und ca. 33° Neigung.
Wir werden keine überkontinentalen Stromnetzwerke brauchen, wenn wir konsequent die vorgehen. Solche Ewiggestrigen wie Merz und Co. träumen natürlich von den riesigen Solaranlagen in der Sahara, wo sie sie nicht sehen müssen und nur das Endprodukt kommt zu uns. Das ist aber ja effektiv auch wieder eine Art von Kolonialismus.
Was meinst du genau? Ich kenne keinen Plan, bei dem Solarzellen genug produzieren. Vielleicht geht es, wenn wir alle Wälder abholzen, aber wer will das?
edit: Es ist von der Fläche machbar. Jetzt muss nur noch der Preis stimmen.
Der Preis stimmt doch schon lange. Ich habe meine 15 kWp Anlage vollfinanziert und zahle Dank Ersparnisse und Einspeisung effektiv gar nichts dafür. In 6 Jahren ist sie dann abbezahlt und dann bleibt sogar noch Geld über.
Das teuerste an so einer Installation sind Dachdecker und Elektriker. Wenn man das in Eigenleistung macht, ist es mega günstig.
Dann rechne mal den Wasserstoffpreis aus, wenn man das industriell und nicht in Eigenleistung macht.
Hast du mal durchgerechnet wieviel Platz Solarzellen tatsächlich brauchen würden? Und wieviel Fläche in Deutschland derzeit für Biodiesel hergegeben wird?
Für Solarzellen sind es etwa 1% der gesamten Landfläche Deutschlands um genug Strom für ganz Deutschland zu erzeugen (wenn man zusätzlich noch Wasserstoffspeicher baut) (Quelle). Für Biodiesel werden heute etwa 5% der gesamten Landfläche Deutschlands verbaut (Quelle) (und damit deckt man gerade mal ein paar wenige Prozent des gesamten Energiebedarfs).
Tatsächlich nur gesucht, siehe anderer Kommentar.
Was eine verdeckte Nahrungsreserve ist, die man auch ohne Nutzen anbauen sollte.
Hochöfen und Elektoautos statt Verbrenner werden wahrscheinlich nicht mitgezählt worden sein. Wie sehr es trotzdem machbar ist, hat mich überrascht.
Das mit der verdeckten Nahrungsreserve ist ein sehr gutes Argument, das immer wieder unterschätzt wird.
Im Übrigen bin ich der Meinung, es ist gut dass wir in der modernen Welt ca. 50% der Lebensmittel wegschmeißen. Denn das bedeutet, in schlechten Jahren ist ein signifikanter Puffer an Überproduktion vorhanden, der uns krisenresistent macht.
Außerdem bauen wir auf 60% der Agrarfläche Tierfutter an. Was auch gut ist, weil China irgendwann kein Schweinefleisch mehr von uns importiert, dann haben wir da noch mehr reserve, die wie wegschmeißen können.
Wenn wir z.B. auf jede gottverdamte Industrieanlage Solarzellen und Speicher packen, statt ständig runzuheulen "aber wir könnten doch stattdessen".
"Wer etwas will, findet Wege. Wer etwas nicht will, findet Gründe."
Wir können 290GW ausbauen, wobei viel von Autobahnen kommen dürfte: https://www.wissenschaft.de/erde-umwelt/wie-viele-solaranlagen-koennten-in-deutschland-stehen/
Das ergibt 279TWh. Siehe anderer Kommentar, Deutschland fehlen ca. 160TWh und 73TWh brauchen die Hochöfen.
Abgesehen vom Winterwetter also überraschenderweise tatsächlich machbar, ohne die Wälder abzuholzen.
Woher hast du diese Zahlen, würde mich tatsächlich interessieren. Meine Laienmeinung ist schon dass man mit Windkraft und Solar einen Großteil bereitstellen kann, wenn man in Speicher etc. investiert.
Ich hab doch geschrieben, dass ich keinen Plan und damit keine passenden Zahlen kenne.
In einem Kommentar steht:
280 TWh wurden in 2025 produziert (60% von 438). Es ist also irgendwo im Rahmen des Möglichen, wenn man die Priorität darauf legt.
Aber warum lokal Wasserstoff erzeugen, wenn man ihn wahrscheinlich günstiger importieren kann?
Ich denke aber, dass die Industrie zu den Quellen günstigen Stroms abwandert. Ob das akzepiert wird oder ob darüber Kriege geführt werden, wird sich zeigen.
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/03/PD26_073_43312.html
wegen politischer Stabilität (Energiesicherheit) und weil die Infrastruktur eben hier vorhanden ist.
Danke dir für den Link.
Dann habe ich dich falsch verstanden, da du meintest man müsse dafür den ganzen Wald abholzen.
Allerdings gibt es weiterhin viel Potential auf den Dächern von Häusern, ebenso wird ja stark an den Autobahnen Solaranlagen ausgebaut.
Wir haben so viele bereits versiegelte Flächen, die dafür genommen werden könnten. z.B Parkplätze, Fabrikhallen etc. Sehe hier also nirgends einen Bedarf ganze Wälder zu roden.
Naja wegen der Stahlindustrie kam letzten in den ÖR ein Beitrag, der hier sowieso ein düsteres Bild gezeichnet hat, da der grüne Stahl teurer ist und sich kaum dafür Abnehmer finden.
Ich persönlich denke wir könnten locker 80% erneuerbare schaffen, allerdings steuert unsere liebe Katharina Reiche, ja gerade in eine völlig andere Richtung. 🤮
Das hab ich auch vermutet.
Nur weil der Strom nicht noch billiger ist. Wenn man Solarzellen günstiger herstellt müsste auch der grüne Stahl günstiger werden.
Bringt aber nichts, wenn Sie nun die Stahlwerke nicht umrüsten auf Wasserstoff.
Habe irgendwie das Gefühl unsere Industrie klammert sich lieber an alten Technologien anstatt mal wieder innovativ und mutig zu sein.
Die Stahlwerke brauchen günstigen Strom oder Wasserstoff, damit es sich lohnt.
Sonnenschein und Wind sind erheblich fairer über den Globus verteilt als Öl- und Gasvorkommen.
Ist das auch so wenn man die Regenwälder nicht für Solarstrom abholzen will? Die grossen Wüsten sind in Nordafrika und auf der arabischen Halbinsel.